Die Führungskraft als Coach oder Leader? • Mindful Change Coaching

Die Führungskraft als Coach oder Leader?

Die Führungskraft als Coach oder Leader?
Die Führungskraft als Coach oder Leader?
25.01.21

Was denn nun?

Planung, Organisation, Einteilung, Reporting, Ergebnisverantwortung, Koordination, Entscheidung, Leitung… wir sind uns einig: all das und vieles mehr sind klassische Managementaufgaben. Aber was ist mit den Führungsaufgaben? Coachenden Führungsstil beherrschen? Leadership-Qualitäten aufweisen? Was ist denn nun gefragt? Was ist überhaupt der Unterschied?

Was sind Leader?

Leader stehen vor und hinter dem Team. Sie sind die charismatisch-visionären Führungskräfte, die es verstehen, zu motivieren. Denen es gelingt, dass Teammitglieder das Beste aus sich heraus zeigen und leisten. Unter anderem durch Zukunftsbilder, strategische Leitbilder, durch energetisierende, wertschätzende Kommunikation. Leader gehen als Vorbilder voran, als Leitfiguren, denen die Teammitglieder aus eigener Überzeugung folgen. Leader versammeln MitarbeiterInnen hinter einer Vision und verstehen es, die Mitstreiter auf dem Weg mitzunehmen. Sie durch Höhen und Tiefen auf dem Weg zu begleiten und dafür zu sorgen, dass das bestmögliche Ergebnis aus der Zusammenarbeit aller entsteht. „Geborene Leader“ nennen wir jene herausragenden Persönlichkeiten, die die Fähigkeit haben, Mitarbeiter zu befähigen, sie miteinander zu vernetzen und ihnen Perspektiven zu eröffnen.

Und wie geht Coachender Führungsstil?

Auch beim Coachenden Führungsstil geht es um das Begleiten, Befähigen und Perspektiven eröffnen. Coaching ist nicht etwa die Anleitung durch den allwissenden Experten, sondern die Entwicklungsbegleitung durch einen Profi. Coachende Führungskräfte nehmen auf multiplen Ebenen wahr: Bedürfnisse, Umfeld, Aktionsradien, Fragen, Entwicklungsphasen, Grenzen, Bedenken, Kenntnisse, Blockaden, Ideen, Impulse, Emotionen und Denkmuster der Mitarbeiter, aber auch ihrer selbst. Im coachenden Führungsstil erhalten auch die Führungskräfte regelmäßig Rückmeldung zu ihrer Lernkurve, ihren Fortschritten, Blockaden, Entwicklungsphasen und vielem mehr. Das schafft ein Miteinander auf Augenhöhe. Wer selbst in der stetigen Verbesserung seiner Kenntnisse, Fähigkeiten, Verhaltensmuster Feedback erhält, versteht auch, durch motivierendes Feedback für andere die bestmöglichen Ergebnisse aus der Zusammenarbeit aller zu fördern.

Wer steht denn nun im Zentrum der Aufmerksamkeit?

Im Unternehmen natürlich die Wirtschaftlichkeit. Denn: Ist das alles noch leistbar? Mitarbeiter coachen, Führungskräfte coachen? Wer arbeitet da eigentlich noch, wird häufig gefragt. Die Gegenfrage lautet: Ist es noch leistbar, Mitarbeiter/innen und Führungskräfte nicht zu begleiten? Können wir Wirtschaftlichkeit tatsächlich noch denken ohne Mitarbeiterbindung und zeitgemäße Unternehmensführung? In Zeiten von Fachkräftemangel, demographischen Steilkurven und steigenden Ausfallzahlen wegen Überlastungssyndromen ganz sicher nicht. Auch Führungskräfte sind Mit-Arbeiter. Und wenn wir möchten, dass Mit-Arbeiter auch Mit-Denker, Mit-Entwickler, mit-reißende Mit-Macher und Mit-Verantwortliche sind, dann müssen sie im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Alles andere ist eine Rechnung, die langfristig nicht aufgeht. Und coachend zu führen, bedeutet keineswegs ein In-den-Hintergrund-treten von Leader-Persönlichkeiten oder den Verlust von Leitfiguren, die den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen fördern.

Also lautet die Aufgabe, Leader-Coaches oder coachende Leader zu sein?

Im Idealfall vereinen Führungskräfte beides: Die Fähigkeit, ihre charismatisch-visionären Eigenschaften zu nutzen, um Teams zu motivieren, zu begleiten und sich dabei auch als energetisierende, sich selbst stetig weiter entwickelnde Entwicklungsbegleiter für eben jene Teammitglieder zu erweisen. Auf multiplen Ebenen achtsam die Aufmerksamkeit sowohl auf den einzelnen Menschen zu richten (sich selbst eingeschlossen), der als Teil des Ganzen das ganze System beeinflusst und gleichzeitig davon beeinflusst wird, als auch auf das ganzheitliche Umfeld.

Ist das nicht langwierig und aufwändig, das zu erlernen?

Im Unterschied zu Planung, Organisation, Koordination, Einteilung uvm. sind das keine mühsam einzustudierenden Management-Aufgaben. Das ist keine Frage, von „hat man oder hat man nicht!“ Es ist eine Haltung, eine Einstellung und die ist leicht veränderbar, denn die Fakten überzeugen. Und dafür braucht es lediglich ein wenig Gedanken-Sortierung im Begriffe-Wirr-Warr, dann zeigen sich schnell die ersten, klaren, konkreten Erfolge!

Wenn Sie mehr erfahren wollen, wie sich Leadership und coachender Führungsstil in Ihrem Unternehmen zeitgemäß gestalten können und mit wie erstaunlich wenig Aufwand das umzusetzen ist, dann kontaktieren Sie mich gerne.

Foto: geralt/pixabay.com